Der Nordkaptunnel

Und dann ist es so weit. Wir stehen vor dem „Nordkapptunnelen“. Wir bereiten uns psychisch und physisch auf diese Herausforderung vor. Viel haben wir im Vorfeld über diesen Tunnel gehört. Man solle durch den Tunnel trampen, am Rand entlang schieben, eine Maske wegen der Abgase tragen, die sich am tiefsten Punkt des Tunnels sammeln, auf den Nebel im Tunnel aufpassen und überhaupt! Da wir so gut wie allein sind beschließen wir jedoch auf der Straße zu fahren. Nun heißt es auf 212 m unter den Meeresspiegel hinunterzudüsen um dann wieder alles im Tunnel hochzufahren. Wir kämpfen. Zum Glück kommen uns nur drei Autos entgegen. Ansonsten haben wir den Tunnel für uns ganz allein. Und langsam können wir wieder Licht erkennen und dann haben wir es geschafft. Die Mitternachtssonne strahlt uns bei Verlassen des Tunnels ins Gesicht. Wir sind geflasht. So lange haben wir von dem Moment gesprochen, dass wir durch den für Radfahrende wirklich eklig langen Tunnel müssen, um ans Nordkap zu gelangen. Und das haben wir jetzt gemeistert. Diese ganz besondere Atmosphäre trägt uns die letzten 20 km bis zum Campingplatz. Die Natur und die Straße gehören in diesen Minuten uns. Keine Menschenseele ist unterwegs. Über uns fliegen Adler, die Sonne strahlt gegen den Felsen. Wir sind beflügelt, erleichtert und einfach nur happy. Halb eins. Wir kommen am Campingplatz mitten in der Nacht an. Was für eine tolle Erfahrung. Leise bauen wir unser Zelt auf und fallen nach einer heißen Dusche glücklich ins Zelt. Jetzt sind es nur noch 30 km bis zum Nordkap.

Andere Baustellen:

Inbetriebnahme

Nach rund einem Jahr Bauphase konnten die beiden Neuanlagen am Schneebergerhof in Betrieb genommen werden.

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